Das Spiel des Jahres wartet auf den MTV Großenheidorn am Samstag (18.30 Uhr) mit dem Derby bei der HSG Schaumburg in Waltringhausen. Traditionell steckt im Duell beim direkten Nachbarn – beide Hallen trennen lediglich 17 Kilometer – jede Menge Zündstoff. Stephan Lux sieht das naturgemäß etwas nüchterner, gibt aber zu: „Die Jungs sind vor diesem Spiel immer besonders motiviert.“
Seine kritischen Worte in der Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Cloppenburg relativierte der MTV-Coach unter der Woche: „Man muss das einsortieren, gegen wen wir gespielt haben. Der Gegner kämpft gegen den Abstieg und hat das sehr gut gemacht.“ Im Gegensatz zu Konkurrent Burgdorf, der in Oldenburg verlor, ging der MTV als Sieger vom Platz. „Handball ist ein Ergebnissport“, stellte Lux fest.
In Waltringhausen wird es heiß hergehen. Wenn man die älteren fragt, ranken sich viele Legenden um das Spiel. Zuschauer sollen in den engen Hallen sogar ihre Füße oder Stöcke ins Spielfeld gehalten haben, um den jeweiligen Außenspielern ein Bein zu stellen. Unter den Spielern gibt es vorher viele Frotzeleien. Auch die ein oder andere Wette soll abgeschlossen worden sein.
Im September gewann der MTV an gleicher Stelle 34:25. Ein Ergebnis, was ebenso wenig Aussagekraft mehr hat, wie der 23:15-Erfolg während der Vorbereitung beim Schaumburg Cup. „Das ist eine sehr gefestigte Mannschaft, die uns fordert“, hat der MTV-Coach hohen Respekt vor dem Gegner. Lux sagt aber auch: „Schaumburg ist ein Gegner, der mitspielen möchte und Tempo geht. Das kommt uns entgegen.“ Wichtig: Auch der Kader ist komplett. Die Daumenverletzung von Kreisläufer Robert Dömötör entpuppte sich zum Glück „nur“ als eine kaputte Gelenkkapsel. Auch Basti Weiß kehrt in den Kader zurück. Trotzdem sehnt Lux die Pause über die Feiertage herbei. „Mit unserem kleinen Kader wird es allmählich schwierig.“
Bericht: Uwe Serreck

