Heidorn gewinnt Verfolgerduell in Northeim

Am Ende klang das Ergebnis knapper, als es der Spielverlauf war. Mit dem 28:27 (14:12)-Erfolg im Verfolgerduell der Regionalliga beim Northeimer HC kletterte der MTV Großenheidorn am Sonntagnachmittag auf die Aufstiegsplätze. „Wir haben hochverdient gewonnen. Ein ganz wichtiger Sieg für uns“, sagte Trainer Stephan Lux.

Den Grundstein legten die Seeprovinzler in der ersten Viertelstunde. „Das war eine ganz andere Energie und Konzentration“, lobte Lux die Vorstellung in Anspielung auf den dürftigen Auftritt gegen Himmelsthür. Der MTV ließ zwar gleich zwei glasklare Chancen liegen, das fiel aber nicht ins Gewicht, weil Northeim keine Lösungen gegen die aggressive 5:1-Abwehrformation fand. Die erste Überzahl nutzte Maximilian Kirchhoff mit zwei Treffern ins verwaiste Tor zum 5:1 (10.). Ganz wichtig: Nach seiner Handverletzung war Julius Bausch zurück und erhöhte nach einer Viertelstunde auf 10:4.

Das Heidorner Spiel war bis dahin fehlerfrei. Dann folgte der erste technische Fehler. Das gab einen kleinen Bruch, die Führung schmolz auf 10:8 (21.). Die Mannschaft ließ sich aber nicht aus dem Takt bringen und erhöhte wieder auf 14:10. Ärgerlich: Zwei dumme Ballverluste ermöglichten Northeim mit der Pausensirene das 12:14.

Der zweite Durchgang war gerade sechs Minuten alt, da wurde das Geschehen von der schweren Verletzung des Northeimers Finnian Lutze überschattet. Bei der Landung verletzte er sich schwer am Fuß und musste in der Folge lange auf dem Feld behandelt werden, ehe der Transport ins Krankenhaus möglich war. An dieser Stelle wünschen alle Heidorner gute Besserung.

Erst nach über einer halben Stunde ging es weiter. Nicht leicht für beide Teams, denn der Rhythmus war futsch. Nachdem der MTV zwei fette Chancen vergab, um auf plus vier zu stellen, verkürzte Northeim nach 40 Minuten sogar auf 17:18. Kippen tat die Partie nicht, denn in der kritischen Phase war Verlass auf Torhüter Eric Frommeyer. Zwei Glanzparaden nutzten Kirchhoff und Luca Ritter jeweils im Gegenzug. Nach einem weiteren Ballgewinn erhöhte Bastian Weiß auf 23:18 (46.). Auch die folgenden sieben torlosen Minuten änderten nichts mehr. „Viele von uns waren krank. Denen hat die Luft gefehlt“, erklärte Lux die schwierige Schlussphase. Mit Leidenschaft und einem starken Eric Frommeyer brachte der MTV den Sieg über die Zeit. Die Rote Karte gegen Bausch und der Siebenmeter in letzter Sekunde waren dann nur noch ein Schönheitsfehler.

Bericht: Uwe Serreck

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