Es ist gerade keine leichte Phase für den MTV Großenheidorn. Nach dem Sieg im Weihnachtsspiel beim VfL Hameln träumten die Seeprovinzler schon von der 3. Liga. Ein schier unglaubliches Krankheits- und Verletzungspech ließ die Mannschaft von Stephan Lux vor dem Gastspiel bei GW Himmelsthür am Samstag (16.45 Uhr) zum ersten Mal in dieser Saison hinter dem Northeimer HC auf den dritten Tabellenplatz abrutschen.
Immerhin hat es die Mannschaft noch in der eigenen Hand, weil es am 11. April in der Meerfestung noch zum direkten Duell gegen Northeim kommt. Um beruhigt ins Osterfest zu gehen, muss unbedingt ein Sieg her. Das Motto muss sein: Auf eine schlechte Generalprobe folgt eine gute Premiere.
Die Trainingswoche gestaltete sich nämlich sehr schwierig. Weil die Halle der MZH Großenheidorn gesperrt war, fiel die Einheit am Dienstag aus. Gedachter Ersatztermin war Mittwoch. Da nur fünf Spieler zur Verfügung gestanden hätten, sagten die Co-Trainer Florian Marotzke und Torsten Lippert diesen kurzfristig ab.
Beide tragen im Laufe dieser Woche die Verantwortung, da sich Lux auf Klassenfahrt im Harz befand. Eine gute Ablenkung, denn der Coach ist momentan arg genervt und sagt: „Mit unserer Personalsituation macht es derzeit nicht wirklich Spaß.“
Die Liste der Ausfälle aus unterschiedlichen Gründen war und ist lang. Mika Ritter hat nach seiner Fußverletzung beispielsweise nach wie vor nicht trainiert. Maurice Nolte (Knie) wird am Samstag ebenfalls nicht dabei sein. Auch Lars Bergmann lag Mitte der Woche noch flach. Obendrein muss bei Joel Wolf eine ärztliche Untersuchung Klarheit bringen, warum er zuletzt gegen Achim/Baden nach knapp zehn Minuten nicht mehr weitermachen konnte. Immerhin: Bastian Weiß kehrt in den Kader zurück.
Gerade in dieser schwierigen Phase zeigt sich jedoch auch der Charakter einer Mannschaft. Die verbliebenen Spieler übernehmen Verantwortung, ziehen im Training wie im Spiel voll mit und stellen sich immer wieder in den Dienst der Mannschaft – unabhängig von Belastung und Situation.
Positiv sieht der Trainer dem Wochenende entgegen: „Wir spielen auswärts. Da sind wir besser.“
Bericht: Uwe Serreck

