Mit guter Stimmung zum Derbysieg

Der MTV Großenheidorn hat auch das zweite Derby in dieser Saison gegen die HSG Schaumburg gewonnen. Allerdings bedurfte es am Freitag einer Steigerung nach der Pause, um mit 28:22 (10:12) die Punkte zu entführen. Mit der obligatorischen Humba feierten Mannschaft und Fans hinterher den Sieg. Eine fantastische Stimmung auf den Rängen, viel Kampf und harte Zweikämpfe – das Spiel hatte alles, was zu einem Derby gehört. Nur die Unparteiischen fielen deutlich ab. „Das war nicht derbywürdig. Ich hatte das Gefühl wir
spielen gegen neun Mann. Mit anderen Schiedsrichtern gewinnen wir hier mit zehn Toren Unterschied“, ereiferte sich Trainer Stephan Lux.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der MTV vor der Pause im Angriff nie in den Rhythmus kam. Per Tempogegenstoß erzielte Bastian Weiß in der 3. Minute zwar die Führung, doch Sicherheit gab die dem Spiel nicht. Unter anderem verballerte Weiß gleich zweimal vom Punkt. Schaumburg bestrafte das mit der 4:1-Führung (11.). Gerade, als der MTV ins Rollen zu kommen schien, sah Julius Bausch Rot (15.). „Wir reiben uns an den Pfiffen auf. Das darf nicht passieren, ist aber menschlich“, sagte Lux. Da sich in der Folge auch die Deckung löchrig zeigte, ging es mit 10:12 in die Pause.

Nach Wiederanpfiff fand Großenheidorn allmählich ins Spiel. Maurice Nolte traf zum 14:13 – die erste Führung überhaupt. Der eingewechselte René Schröpfer legte mit seinen Paraden den Grundstein, dass Sven Bretz auf 20:16 (48.) erhöhen konnte. Auch auf den Rängen dominierten inzwischen die Fans in „Blau-Weiß“. Die „Blaue Wand“ feierte jede Parade und jedes Tor wie den Sieg und hatte damit großen Anteil, dass der Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

MTV: Wagner, Schröpfer; Buhre (6), Hermann (5/1) , Nolte, Weiß (beide 4), Bretz, Mika Ritter (beide 3), Semisch (2) , Luca Ritter (1), Appel, Degner, Bausch, Ströh.

Fotos: Uwe Serreck

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