Nach dem Abpfiff des Spiels gegen die SG Achim/Baden herrschte bei den Spielern des MTV Großenheidorn pure Enttäuschung. Mit einer überraschenden 33:34 (18:15)-Niederlage büßte die Mannschaft von Stephan Lux zwei wichtige Punkte im Aufstiegsrennen ein und rutschte in der Tabelle zum ersten Mal hinter den Northeimer HC auf Rang drei ab.
Der Trainer war in der Pressekonferenz fassungslos. Lux: „Bei plus drei darf es nicht passieren, dass wir verlieren.“
Zur Wahrheit einer Begegnung mit zu vielen technischen Fehlern und einmal mehr drei (!!) verballerten Siebenmetern gehört aber auch: Eine krasse Fehlentscheidung der Schiedsrichter kostete das eigentlich sichere Unentschieden. Als Thorben Buhre vier Minuten vor Schluss einen Siebenmeter zum 33:30 verwandelte, waren die Fans schon in Partylaune. Doch die Gäste schlugen mit zwei Toren zurück.
50 Sekunden vor dem Ende gab es die Möglichkeit zur Entscheidung. Ausgerechnet Buhre, in der zweiten Hälfte ein Aktivposten, vergab. Im Gegenzug fiel der Ausgleich. Lux ging volles Risiko und brachte den siebten Feldspieler. Zehn Sekunden vor Schluss spitzelte ein Achimer Abwehrspieler den Pass von Julius Bausch auf Buhre ins Seitenaus. Zum Entsetzen der Heidorner gab es Einwurf für die Gäste, die schnell reagierten und zum Sieg trafen.
Lux war sauer: „Mit der Leistung der Unparteiischen können wir nicht gewinnen.“ Bezeichnend: Beide Trainer waren sich einig, dass die beiden Herren in Gelb keine regionalligataugliche Leistung ablieferten. Dem Achimer Kollegen war’s hinterher egal.
Am Ende wogen auf Heidorner Seite auch die Ausfälle zu schwer. Mika Ritter (verletzt), Lars Bergmann (Fieber) sowie Bastian Weiß (beruflich verhindert) fehlten ohnehin. Obendrein musste der noch immer vom Infekt geschwächte Joel Wolf nach knapp zehn Minuten passen. In einer wilden zweiten Hälfte mit vielen wechselnden Führungen war auch für Robert Dömötör vorzeitig Schluss. Er war auf dem Weg ins Krankenhaus, weil seine Zunge genäht werden musste.
„Ich hoffe, bald wieder mehr Leute zur Verfügung zu haben“, sagte Lux.
Bericht & Bilder: Uwe Serreck

