Angriff haben wir noch gar nicht geübt – und trotzdem 43 Tore

Der MTV Großenheidorn präsentierte sich in den ersten beiden Testspielen in einer erstaunlichen Frühform. Am Freitag gewann die Mannschaft von Stephan Lux mit  43:24 gegen den klassentieferen Oberligisten HSG Heidmark. „Angesichts unseres dünnen Kaders eine ordentliche Vorstellung. Ich bin zufrieden“, sagte der Coach. Außer Luca und Mika Ritter musste er auf seine beiden neuen Kreisläufer verzichten: Leander Pietsch erlitt im Training einen Bänderriss, Robert Dömötör hat noch leichte Eingewöhnungsprobleme. „Er hat mir gesagt, dass er bisher noch nie so hart trainiert hat, wie bei uns“, verriet Lux. Einige Spieler aus der zweiten Mannschaft halfen aus. Auch die zusammengewürfelte Formation beherrschte den Gegner. Grundstein war die Abwehr mit den starken Torhütern Eric Frommeyer und Felix Wernlein. „Die Jungs haben die Inhalte der vergangenen zwei Wochen perfekt umgesetzt. Angriff haben wir noch gar nicht geübt, aber 43 Tore zeigen, dass wir es auch so können“, fasste Lux den Auftakt zusammen.

Weil die heimische Meerfestung durch die Jugend-Länderspiele der deutschen U17-Mädchen und U19-Jungen belegt war, absolvierte man Samstag eine gemeinsame Trainingseinheit beim ATSV Habenhausen mit einem anschließenden weiteren Test. Obwohl außer den genannten vier Spielern beim Drittigisten außerdem Bastian Weiß aus beruflichen Gründen fehlte, gab der MTV auf dem Feld den Ton an. „Ich habe den Jungs gesagt, sie können zeigen, wie sie mit einer solchen Situation umgehen. Ausfälle können uns auch während der Saison treffen“, verriet der MTV-Coach. Das klappte hervorragend. Wieder legte eine starke Abwehr den Grundstein. Der MTV lag immer in Führung und enteilte zwischenzeitlich sogar 24:19. Dann schwanden die Kräfte, zum Sieg reichte es trotzdem. „Das war sehr wichtig für den Kopf“, freute sich Lux. „Die Frage ist, wie wir dieses Gefühl in die Saison transportieren.“
Bereits am kommenden Samstag (15 Uhr, Sporthalle Großenheidorn) geht es gegen Drittligist GWD Minden II weiter.

Bereicht: Uwe Serreck

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