Der Traum des MTV Großenheidorn von der Rückkehr in der 3. Liga lebt. Die Seeprovinzler gewannen am Samstag in jeder Hinsicht souverän mit 32:24 (17:10) beim TV Cloppenburg und haben jetzt am nächsten Samstag ihr Endspiel gegen die HSG Schaumburg. Trainer Stephan Lux hatte ein engeres Spiel erwartet, aber seine Mannschaft knüpfte bis auf die Anfangsphase an die starke Leistung des Sieges in der vergangenen Woche gegen Northeim an.
„Wir waren konzentriert und haben gut verteidigt“, nannte Lux die Schlüssel zum Sieg. Der Start lief allerdings nicht optimal, denn nach nicht einmal drei Minuten lag Cloppenburg mit 3:1 in Führung. Dank der Paraden von Eric Frommeyer fanden die Heidorner aber allmählich ins Spiel und gingen durch den Siebenmeter von Joel Wolf beim 6:5 (13.) das erste Mal in Führung. Weil die Trefferquote zunächst nicht passte, blieb Cloppenburg bis 9:10 (21.) in Schlagdistanz. Dann erhöhten die Gäste die Schlagzahl, kamen durch einige Ballgewinne ins Tempospiel und setzten sich bis zur Pause beruhigend ab. Von einer Vorentscheidung wollte Lux in Anspielung an die vergangene Woche nicht sprechen, zumal es gegen Northeim trotz des gleichen Vorsprungs nach der Pause nochmal eng wurde. Diesmal ließ der MTV nichts mehr anbrennen. „Wir haben das souverän runtergespielt. Cloppenburg hatte kaum noch Lösungen gegen unsere Deckung“, freute sich Lux. Nur beim 21:26 (50.) verkürzte der Tabellenneunte auf fünf Treffer. In der Schlussphase wurde der Abstand dann noch einmal vergrößert.
Schöne Randnotiz zum Schluss. Für Cloppenburgs Trainer Barna-Zsolt Akacsos war Eric Frommeyer der beste Mann auf dem Platz. So wurde der MTV-Keeper als „Spieler des Spiels“ mit einem Präsentkorb geehrt. Eine tolle Geste der Hausherren.
Es steht eine heiße Woche bevor. Das Derby gegen den Nachbarn aus Schaumburg ist für den MTV traditionell ohnehin das „Spiel des Jahres.“ Diesmal geht es nicht nur um den Derbysieg, sondern um nichts weniger als den Aufstieg in die 3. Liga.
Bericht: Uwe Serreck

