Mit einem 21:21 (9:8) beim VfL Oldenburg verteidigte der MTV Großenheidorn vorerst die Tabellenspitze der Regionalliga. Bitter: Erst 33 Sekunden vor Schluss kassierte der MTV den Ausgleich. Trotz Überzahl gelang der Siegtreffer dann nicht mehr. Seiner von vielen Verletzungen geplagten Mannschaft bescheinigte Trainer Stephan Lux dennoch ein starkes Spiel: „Wir haben geil verteidigt. Wenn man immer führt, möchte man natürlich gewinnen. Angesichts unseres dünnen Kaders nehmen wir aber gern den Punkt.“
Torhüter Eric Frommeyer konnte sich kaum erinnern, eine erste Halbzeit mit lediglich acht Gegentreffern bestritten zu haben. „Das war wohl in der B-Jugend.“ Vor allem in der ersten Hälfte war es eine Abwehrschlacht. Der MTV ging nach zehn Minuten mit 4:1 in Führung und verteidigte diese bis zum 7:4 fünf Minuten vor der Pause. Auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich ließen sich die Seeprovinzler nicht aus dem Konzept bringen. Um Joel Wolf zu entlasten, feierte Julius Bausch sein Comeback. Mitte der zweiten Hälfte setzte sich der MTV wieder mit 17:14 (43.) ab. Auch dieses Polster reichte bei aller Leidenschaft nicht zum Sieg, weil Kleinigkeiten misslangen: Ein vergebener Siebenmeter und ein vergebener Gegenstoß waren Knackpunkte. So kam Oldenburg doch noch zum Ausgleich.
Weil Northeim das Topspiel bei der TSV Burgdorf II mit 36:33 gewann, schmolz der Vorsprung auf Northeim (nach Minuspunkten gerechnet). Obwohl sich Lux wohl den umgekehrten Ausgang gewünscht hätte, sah Trainer Stephan Lux das Positive: „Jetzt haben wir wieder die Chance, Meister zu werden.“
Weiter geht es erst in drei Wochen bei der HSG Nienburg, sodass in der nächsten Woche trainingsfrei ist. „Die Jungs sollen die Tage nutzen, um wieder fit zu werden“, sagte Lux.
Bericht: Uwe Serreck

