Seit Jahresbeginn ist der MTV Großenheidorn immer wieder von Verletzungen geplagt. Da kamen die beiden spielfreien Wochenenden doch gerade recht, um die Akkus aufzuladen. Julius Bausch ist nach seiner Sprunggelenksverletzung zwar auf dem Wege der Besserung, freuen kann sich Stephan Lux darüber allerdings nur bedingt. Seit Montag hat er neue Sorgen.
Ausgerechnet zu Beginn der Trainingswoche vor dem Nachholspiel am Samstag (19.30 Uhr) bei der HSG Nienburg verletzten sich Jakob Bormann und Abwehrchef Mika Ritter. Er trat Niko Müller auf den Fuß und erlitt einen Bänderriss. „Das tut unserer Abwehr weh“, weiß der MTV-Coach. Simon Marotzke ist angeschlagen. Er verletzte sich beim Training der A-Jugend der TSV Burgdorf. „Was soll ich machen?“, fragt Lux. Gegen den Tabellenvorletzten müssen trotzdem irgendwie beide Punkte her, denn die auf Rang drei abgerutschten Seeprovinzler wollen unbedingt wieder am Northeimer HC vorbeiziehen. Unterschätzen darf man Nienburg aber nicht. „Die sind besser, als ihr Tabellenplatz“, bestätigt der Heidorner Trainer.
Derweil bastelt der Arbeitskreis Handball am Kader für die kommende Spielzeit. Erfreulich: Eric Frommeyer, Felix Wernlein und Maximilian Kirchhoff bleiben dem MTV erhalten.
Darüber hinaus steht der zweite Neue fest. Vom Ligakonkurrenten MTV Vorsfelde kommt Jakob Nowak. „Bereits im vergangenen Jahr hatten wir losen Kontakt“, verrät der Rückraumspieler. Da der 28-Jährige im Sommer nach Hannover zieht, passte es jetzt. Allein durch seine Körpergröße von 1,98 Metern bringt Nowak das mit, was dem MTV im Kader fehlt: Wurfgefahr aus der zweiten Reihe. Nach einem Sehnenabriss 2024 intensivierte Nowak sein zweites Hobby und verbrachte viel Zeit im Kraftraum. Er muss lachen: „Irgendwie muss man seine Zeit ja verbringen.“ Seinen künftigen Trainer kennt er bereits aus seiner Zeit in der A-Jugend des TSV Anderten und spricht von einem guten Verhältnis: „Wenn wir uns gesehen haben, waren wir immer im guten Austausch.“ Auch der Coach ist begeistert: „Jakob wird uns weiterhelfen.“
Bericht. Uwe Serreck
Fotos: @photografabian

