Es wird ein Handballfest: Über 1.600 Zuschauer werden am Samstag (19 Uhr) beim Weihnachtsspiel der Regionalliga zwischen dem VfL Hameln und dem MTV Großenheidorn in der ausverkauften Rattenfängerhalle dabei sein. Die Idee dazu entstand bereits im Sommer, verrät VfL-Coach Marc Siegesmund, der 2018 mit dem MTV den Aufstieg in die 3. Liga schaffte. Der ehemalige Hamelner Bundesligaprofi hofft, dass es für alle Beteiligten „ein unvergesslicher Abend“ wird. „Meine Jungs sind schon ganz kribbelig.“
Auch die Fans des Tabellenführers vom Steinhuder Meer fiebern dem Spiel entgegen. Rund 50 Anhänger werden ihre Mannschaft unterstützen. „Ich bin gespannt, ob wir angesichts der Lautstärke überhaupt wahrgenommen werden“, sagt Mathias Haase vom Arbeitskreis Handball.
Um im Hexenkessel Rattenfängerhalle zu bestehen, müssen die Heidorner Spieler die letzten Energiereserven aktivieren. Wie viel Benzin ist überhaupt noch im Tank? „Das kann ich nicht beurteilen, aber wir müssen wieder mehr aufs Gas drücken“, fordert Trainer Lux, der beim Training am Montag von Florian Marotzke vertreten wurde. Da Lux zu Beginn der Woche von einem Infekt erwischt wurde, nutzte er die Zeit für ein ausführliches Videostudium. Seine Erkenntnis: Im Gegensatz zum Saisonbeginn ist er mit dem Tempospiel nicht mehr einverstanden. „Wir müssen den Gegner mehr überfallen und dürfen uns nicht so häufig in den Positionsangriff zwingen lassen.“
Grundsätzlich spielt die Mannschaft bislang jedoch eine starke Saison. „Von unseren Möglichkeiten her sind wir nur ein Mittelfeldteam. Außerdem stellen sich die anderen Teams immer besser auf uns ein und sind gegen den Tabellenführer doppelt heiß“, gibt der MTV-Coach zu bedenken. Das Ziel für Samstag ist trotzdem klar: zwei Punkte – egal wie. Danach geht es für die Mannschaft in die verdiente Pause. Trainingsstart im neuen Jahr ist am 5. Januar. „Das ist das Mindeste, was die Jungs brauchen“, weiß Lux. Viel mehr Zeit bleibt jedoch nicht, da es bereits am 10. Januar mit dem Heimspiel gegen den MTV Vorsfelde weitergeht.
Bericht: Uwe Serreck

